Kiez

Kinder bei Suppe&Mucke

Genauso wichtig, wenn nicht gar wichtiger als die Gestaltung einer lebenswerten Gegenwart, ist es, bereits heute den Grundstein für eine bessere Zukunft zu legen.

Deshalb werden vor, während und nach dem Suppe&Mucke-Straßenfest Kinder des Friedrichshainer Kiezes in die Festgestaltung eingebunden und so an den Kiez herangeführt. Hierfür werden wir  in den Schulen und sozialen Kinder- und Jugend -Einrichtungen selbst aktiv , und geben denKindern und Jugendlichen im Rahmen von bestimmten Projekten auf Suppe&Mucke einen festen Platz.

All unsere Ideen lassen sich nicht allein umsetzen. Deshalb setzen wir auf die Unterstützung und Kooperation mit Schulen, schulnahen Horten, Kinder- und Jugendeinrichtungen und ähnlich gesinnten Trägern, einzelnen Lehrer_innen und Sozial-Pädagog_innen, die sich begleitend und mit uns zusammen in den einzelnen Kinderprojekten engagieren möchten.
Außerdem freuen wir uns über kindgerechte Räumlichkeiten, in denen wir die Workshops anbieten können und Multiplikatoren, die all das an Kinder und Eltern heran tragen.

Aktionen 2011:

Spielen, basteln, bauen, malen, hören, reden –

Für Lütte von Null bis Einhundert…

Hinter dem Jugendclub Skandal, Gryphius Str. 29-31, findet das Programm in drei verschiedenen Bereichen statt:

Die Jurte

Der Zeitplan – Beginn: 14.30, Ende: ca. 21.00 Uhr
Programmpunkte:
Lesungen, open space, Puppentheater, Andere Länder – andere Suppen, Massage (?)

ab 21.00 Uhr Wasserklanginstallation in der Jurte

Freilauf (auf dem Sandplatz)

Beginn: 14.00 Uhr, Ende: ca. 21.00 Uhr
Slacklinen, Sackhüpfen, Luftballon-Federball, open-space

Kreativbereich

Beginn: 14.00 Uhr, Ende: ca. 21.00 Uhr  
Workshop: Vom Kartoffeldruck zum Siebdruck, Workshop: Origami – die Kunst des Papierfaltens, recycling-art, Malen mit Fingerfarben, Malen und Pflanzen

Suppe und Mucke 2010 – Rundfunk Berlin Brandenburg

zuhause in Berlin und Brandenburg: Suppe und Mucke

Unter dem Motto „support your kiez“ lädt bereits zum zweiten Mal der Friedrichshainer Verein Suppe&Mucke e.V. zum Kiezfest ein. In diesem Jahr trifft man sich in der Samariter- und Schreinerstraße.

Hier gehts zum Video

Quelle: RBB

siehe auch: ARD Mediathek


Zur Sendungsvorschau  „zuhause in Berlin und Brandenburg“:

Suppe & Mucke“ in Friedrichshain

Kiez-Liebe geht manchmal durch den Magen und ins Ohr: der Friedrichshainer Verein „Suppe & Mucke“ lädt zum zweiten Mal zum Stadtteil-Fest ein. 4000 Menschen sind im letzten Jahr zum kostenlosen Suppe essen, Musik hören, Theater schauen und Kinderspaß gekommen. Der Verein, das sind junge Leute aus Friedrichshain, die zeigen wollen, was bereits jetzt durch ehrenamtliche Arbeit entstanden ist – und wo es noch fehlt.

Quelle: RBB

Straßenfest in Friedrichshain: Die Suppe als politischer Magnet – taz

Von Svenja Bergt

Auf einem Straßenfest in Friedrichshain geht es um das Miteinander im Kiez, ehrenamtliches Engagement und die Vernetzung von lokalen Initiativen. Das Fest ist gut besucht. Doch bei so manchem der Anwesenden kommt die Suppe besser an als die Politik. Auf einem Straßenfest in Friedrichshain geht es um das Miteinander im Kiez, ehrenamtliches Engagement und die Vernetzung von lokalen Initiativen. Das Fest ist gut besucht. Doch bei so manchem der Anwesenden kommt die Suppe besser an als die Politik.

Der metallene Kochtopf ist schon leicht verbeult, aber zumindest groß. Mehrere Dutzend Liter Suppe werden dort hineinpassen, wie viel genau, das weiß selbst der Koch nicht. „Ich mache das heute alles aus dem Bauch heraus“, sagt Matthias Barthmann.

Barthmann ist Leiter des Kinderprojekts Die Nische im Stralauer Kiez. Dass er mit einem überdimensionierten Kochtopf und zwei Kisten voller Gemüse in einer improvisierten Großküche auf einem Hinterhof in Friedrichshain steht, verdankt er den Organisatoren des Straßenfestes „Suppe und Mucke“. Das Fest soll, so die Idee der Macher, den Zusammenhalt im Kiez festigen, zu ehrenamtlichem Engagement ermuntern und Initiativen vernetzen. „Soupport your Kiez“ steht deshalb an dem improvisierten Kochzelt.

Die Linsen hat Barthmann schon in den Topf gekippt und mit Wasser bedeckt, sodass sie quellen können. Nun schneidet er mit zwei Helfern Lauch, Zwiebeln und Zucchini und schält einen Berg an Kartoffeln. „Wichtig ist, dass kein sehr wasserhaltiges Gemüse dazukommt wie Tomaten oder Paprika“, sagt er. Während er Kartoffel um Kartoffel von der Schale befreit, dichtet eine junge Frau das Zelt mit Frischhaltefolie ab: Gerade hat ein Mann vom Lebensmittelaufsichtsamt vorbeigeschaut und bemängelt, dass Dreck durch die Ritzen und in die Suppen fliegen könnte. „Neunmal geht das gut und beim zehnten Mal wird dann doch eine Suppe kontaminiert“, hat er gesagt. Und angekündigt, in zwei Stunden noch mal zu kommen.

Angelika, Köchin im RAW-Tempel, steht neben dem Zelt und raucht. „Friedrichshain ist gerade im Umbruch, die Mieten ziehen an, Kulturprojekte sind gefährdet“, sagt sie. Daher sei es wichtig, die Leute zusammenzubringen, Kontakte zu knüpfen, sich gegenseitig zu unterstützen – damit im Ernstfall Unterstützer zum Beispiel für den Erhalt eines Projekts auf die Straße gehen. Auch Matthias Barthmann meint: „Unsere Einrichtung hat zwar seit 20 Jahren guten Zulauf, doch wir haben nur eine Stelle. Und aus einer Stelle kann ganz schnell keine Stelle werden.“

Nicht alle der rund 60 Initiativen, die am Samstag auf der Schreiner- und Samariterstraße in Friedrichshain stehen, haben überhaupt eine öffentliche Förderung. Die Aktivisten von Mediaspree entern sind dabei, Mitstreiter des bevorstehenden Intersquat-Festivals und das Tacheles, das seit mehreren Wochen die Räumung befürchtet. Allen geht es darum, Präsenz zu zeigen, auf das eigene Anliegen aufmerksam zu machen, im besten Fall neue Mitstreiter zu finden. Die kostenlosen Suppen wirken da wie Magnete: Wer erst einmal an einem Stand ist, um sich seinen Teller vollschöpfen zu lassen, nimmt vielleicht auch noch einen Flyer mit oder wirft etwas Geld in die Spendendose.

Am Stand von Barthmanns Linsensuppe steht eine Menschentraube: Wie es immer so ist, wenn sich irgendwo erst eine Schlange bildet, stellen sich die Vorbeikommenden automatisch an. Der Geruch nach Linsen mit einem Hauch Zimt der auf kleiner Flamme köchelnden Suppe passt zu den Duftwolken des Kartoffeleintopfs, die vom Stand schräg gegenüber über die Straße wehen. Viel Zimt, viel Honig, viel Chili, das hatte Barthmann beim Kochen gesagt, müsse in die Suppe. Sein Rezept geht auf: Schon zwei Stunden nach Beginn des Fests ist der Großteil der Suppe aufgegessen.

Doch nicht immer klappt es, die Besucher über die Suppe hinaus zu begeistern. „Keine Ahnung, was das für ein Stand war, von dem die Suppe jetzt kommt“, sagt eine junge Frau und dreht sich in Richtung des Topfes um. Ihre Freundin kann sich zwar noch an die letzten beiden Suppen und einen Künstler auf einer der Bühnen erinnern – an die Initiativen, die die Suppe ausschenkten, jedoch nicht mehr.

Eine Straße weiter, am Stand des Nachbarschaftsgartens „Rosa Rose“, scheint das besser zu funktionieren. Bei Chili con carne mit Ananas bringen Shermin und Georg Pflanzen und Ideen unter die Besucher. „Suppe schafft immer gleich ein warmes Verhältnis“, sagt Georg. Nach ihrem Umzug suchen die Gärtner noch Mitstreiter für das Pflanzen am neuen Standort. „Ich glaube, hier sind schon viele interessierte Leute“, sagt Shermin.

Als am frühen Abend die Töpfe leer sind, sammeln sich die Festbesucher vor den Bühnen. Die Musik wird lauter, die zahlreichen Eltern mit kleinen Kindern gehen nach Hause. Am Stand der Nische ist das Gas abgedreht, die Spendenkasse eingepackt. Nur noch auf dem Bordstein stehen einsam ein paar leere Suppenschalen.

Am 6. September 2010  erschienen bei: die tageszeitung

Artikel als PDF: S&M_Pressespiegel_TAZ

Suppen für den Kiez – Neues Deutschland

Samariter-Kiez lädt zu Fest, Musik und Paraden

Von Katja Herzberg

In Friedrichshain findet am Samstag zum zweiten Mal das unkommerzielle Straßenfest »Suppe & Mucke« statt. Unter dem Motto »Support your Kiez« (»Unterstütze deinen Kiez«) werden in der Samariter- und Schreinerstraße an einer 200 Meter langen Tafel kostenlos Suppen verteilt. Daneben treten zwischen 14 und 22 Uhr Bands, Kleinkünstler und Akrobaten auf vier Bühnen auf. Das Suppenfestival wird zusätzlich von drei Paraden begleitet, die durch die anliegenden Straßen im Kiez ziehen. Damit sollen der Erhalt der Jugendarbeit und kultureller Freiräume gefordert und steigende Mieten im Bezirk angeprangert werden.

Außerdem stellt sich eine Vielzahl von Initiativen und Projekten aus dem Samariter-Kiez an 60 Ständen vor. Mit einem Kinderprogramm auf dem Drachenspielplatz soll Suppe & Mucke auch ein Familienfest sein. Insgesamt 160 Menschen betreuen ehrenamtlich das Straßenfest, zu dessen Organisation sich erst im August der Verein »Suppe & Mucke e.V.« gegründet hat. Die Idee zum Suppenfest stamme aus Frankreich, wie der Organisator Jens Rippel erzählt. »Es geht darum, die Nachbarschaft und den Kiez zusammenzubringen«, erklärt Rippel, »und die Suppe nutzen wir als Medium, das jeder kennt.« Nachdem im vergangenen Jahr bereits 4000 Besucher in die Schreinerstraße kamen, sollte die Organisation beim diesjährigen Straßenfest noch besser koordiniert werden. Um die Verantwortung zu bündeln, sei daher ein Verein eingetragen worden. Er bestehe aus Personen, die seit längerem in verschiedenen Zusammenhängen aktiv seien. »Im Verein sollen aber keine Organisationen dominieren, sondern Einzelpersonen entscheiden«, erläutert Rippel. Jeder solle das Fest mitgestalten können. So wird ein Stand als »Arbeitsamt« eingerichtet, bei dem sich jeder melden kann, der noch am Samstag mithelfen möchte.

An den vielen anderen Ständen stellen sich Einrichtungen der Jugendarbeit wie »outreach«, Projekte der Freiraum-Bewegung wie der Fischladen und der RAW-Tempel vor. Auch Bürgerinitiativen und Kiez-Vereine, die Antifa Friedrichshain und bekannte Organisationen wie Greenpeace und Attac beteiligen sich am Straßenfest. Rippel betont: »Das Fest selbst ist nicht politisch, aber die Leute sind es, die es mit Leben füllen.«

Obwohl das Suppenfestival als Kiezveranstaltung begonnen wurde, beteiligen sich in diesem Jahr auch Organisationen, die nicht in der Nachbarschaft ansässig sind. So ist das räumungsbedrohte Kunsthaus »Tacheles« Thema einer der drei Paraden. Henning Gruner von der Gruppe Tacheles wohnt selbst in Friedrichshain. »Es geht darum, nach den Megaspree-Protesten die gegenseitige Unterstützung fortzusetzen«, sagt Gruner.

Wie wichtig diese Offenheit für das Fest ist, erklärt Rippel: »Wir wollen keinen Lokalpatriotismus vermitteln, sondern zeigen, wie viele unkommerzielle Projekte es gibt.« Dazu wolle man auch über die Samariter- und Schreinerstraße hinauskommen. Ziel der Organisatoren von Suppe & Mucke ist eine große Vielfalt statt einer Hauptattraktion. »So wird jeder mit einem anderen Fest im Kopf nach Hause gehen«, hofft Rippel.

www.suppeundmucke.de

Am 3. September 2010 erschienen bei: Neues Deutschland

Artikel als PDF: S&M_Pressespiegel_NeuesDeutschland

 

Ein Tag nach Suppe&Mucke 2010: Danke!

Suppe&Mucke 2010: Das warn an die 1.500 Liter Suppe, 65 Projekte, die ihre Arbeit vorgestellt haben und viel viel Mucke…

Es waren  8.000-10.000 Besucher und Besucherinnen auf dem Suppenfest, danke für Euer Kommen und diesen großartigen Tag!

Ein Riesendank an alle Unterstützer und Unterstützerinnen, Helfer und Helferinnen, Bands, Künstler und Künstlerinnen, private Soupporter und Organisationen sowie Initiativen, die Suppe&Mucke  möglich gemacht haben! Ihr wart super!

Wie fandet Ihr Suppe&Mucke? Was fandet ihr gut, was hat Euch nicht so gefallen? Gebt uns Feedback und schreibt einen Kommentar oder eine Mail an info@suppeundmucke.de. Wir freuen uns über jegliche Post.

Gerne könnt Ihr auch unseren Newsletter abonnieren um per Suppennews auf dem Laufenden zu bleiben.

Und – habt Ihr Bilder oder Videos gemacht, die Ihr mit uns teilen möchtet? Ihr könnt uns diese gerne per Post oder Mail zusenden oder eine Kopie einfach in der Conciérge in der Schreinerstr. 10 oder im Vetomat in der Scharnweberstr. 35 abgeben.

Einen ausführlicheren Rückblick könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen. Fürs erste heißts für uns nochmal anpacken und aufräumen. =)


Nochmals vielen Dank und einen guten Wochenstart,

Eure Suppencrew


P.S. Die Knipse-Ausstellung wird im Oktober im Vetomat stattfinden. Genaueres geben wir zu gegebener Zeit bekannt.

Suppe&Mucke 2010 – soupport your Kiez – Carpe Berlin

Suppe&Mucke- Support your Kiez

1500 Liter Suppe und ein Kinderfest in Friedrichshain

Am 4. September findet im Rahmen des Straßenfestes Suppe&Mucke ein großes Kinderfest in Friedrichshain statt. Für Jugendliche und Kinder gibt es reichlich Musik, Unterhaltung und Workshops. Inmitten des Suppenfestivals Suppe&Mucke konzentriert sich das Kinderprogramm auf die Betonbruchbühne und den Drachenspielplatz in der Schreinerstraße. Die Bühne wird musikalisch von „Road to Multiverse“ bespielt.

Daneben zeigt eine Kindergruppe mit einer Akrobatikshow Artistisches.Auf dem Drachenspielplatz gibt es den ganzen Tag eine Töpferwerkstatt, wo das Töpfern erlernt und geübt werden kann. Ihre Phantasie ausmalen können die Jüngeren an einem Schminktisch der Zille Grundschule.

1500 Liter Suppe kostenlos beim großen Straßenfest genießen.

Jugendprojekte aus Friedrichshain-Kreuzberg sind mit eigenen Ständen vertreten und stellen ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor. Darunter befinden sich Gangway, Outreach, Das Haus e.V., ASP Forki und der Jugendclub Linse. Die mobile Jugendarbeit Gangway wird zusammen mit Outreach eine Ausstellung von Jugendlichen für Jugendliche präsentieren. Das unkommerzielle Straßenfest Suppe&Mucke ist noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern.

am 4. September ab 14.00 Uhr

Erschienen am 30. August bei Carpeberlin.com: Hier der Link